Ausdruck in Bewegung
by SueSan Evers
in der Bewegung des Körpers spricht die Bewegtheit der Seele und die Beweglichkeit des Geistes.
Wenn wir den Raum der schöpferischen Gestaltung betreten wollen, müssen wir zunächst innehalten und schweigen, denn dieser Raum verträgt den direkten Zugriff nicht. Wir lehren unsere Körper die Hingabe an das ABC des körperlichen Ausdrucks um dem Gestalt geben zu können was unsere Seele erfüllt. Alles was wir im alltäglichen Leben sehen, fühlen, erleben schreibt sich in den Körper ein. Verspannen wir unseren Geist, antwortet der Körper mit Spannungen. Im Tanz schaffen wir uns innere und äußere Räume, um die Beweglichkeit wieder herzustellen.
Wir haben gelernt, mit dem Verstand zu fragen: wo fange ich an, wie entscheide ich mich ? Und wenn der erste Versuch misslingt, was dann ?
Es ist möglich, dass uns der erste Versuch missfällt, wir peinlich berührt die Kluft zwischen dem, was wir mit dem Körper sagen wollten und dem tatsächlichen Ergebnis wahrnehmen. Dann gehen wir zurück in die Stille, besinnen uns darauf, dass wir die Vokabeln einer uns fremden Sprache zunächst auch erst lernen müssen. Und wir machen uns immer wieder bewusst, dass jedes geschaffene Werk, groß oder klein, nur ein Schritt auf dem Weg zur Vollkommenheit sein kann.
Tanz ist unmittelbare Mitteilung in der Köperlichkeit.
Wir begeben uns auf die Suche nach einer reinen und klaren Bewegungssprache und werden erkennen, dass jeder Mensch eine unverwechselbare "Stimme" hat. Leise, laut, frivol, frech, oder zaghaft - wir werten nicht, wir lassen uns SEIN. Basierend auf dieser Philosophie leite ich für meine Arbeit drei Schwerpunkte ab:
den körperlichen.
Wir dehnen Sehnen und Muskeln, bauen durch ganzheitlich ausgerichtete Übungen das ursprüngliche Körpergefühl wieder auf. Dabei wird jedes Training mit einer freien Improvisation abgeschlossen.
den seelischen.
Hier spüren wir den im Körper eingeschriebenen Verspannungen nach und lockern über Atem und sanfte Dehnung festgeschriebene negative Erlebnismuster. Wir spüren nach, an welchen Punkten Verspannungen sitzen und gehen in die Lösung. Auch hier endet jedes Training mit freier Improvisation den des Verstandes. Jede von uns selbst gesetzte Grenze ist Halt und Fessel zugleich. Bücher und Geschichten können uns über die Grenzen unseres Denkens führen. Wir sprechen über Geschichten, die uns auf dem Weg in die Tiefe treue Begleiter sein können.
Jeder dieser Bausteine kann als Einheit für sich betrachtet und als Grundlage für Alltag und Arbeit genutzt werden. In der Gesamtheit jedoch führt die Einheit der drei Ansätze uns zurück zu einer ganzheitlich wahrgenommenen Lebensqualität.
"Ich glaube,daß alle Frauen, ebenso wie alle Männer, ursprünglich als begabte Wesen zur Welt kommen. Insofern finde ich es auffallend, wie wenig einschlägige Literatur sich mit dem psychologischen Make-up von talentierten und kreativen Frauen befaßt, während ganze Bibliotheken mit den Schwächen und Neurosen des Menschen im allgemeinen und denen des weiblichen Geschlechts im besonderen gefüllt werden. Aus diesem Grund lege ich ein besonderes Schwergewicht auf alles, was Frauen in ihrer naturgegebenen Intelligenz und Ausdruckskraft bestärkt, ohne psychologische und gesellschaftliche Faktoren außer acht zu lassen, die eine natürliche Entwicklung behindern
." - Clarissa Pinkola Estes, 1993
diese Zeilen empfinde ich als ein perfektes Zitat für unser gemeinsames Wirken. Ich freue mich auf Sie, auf uns, auf gemeinsame ent-deckungen.
SueSan Evers Dozentin für Tanz & Kulturwissenschaftlerin Informationen & Terminvereinbarung: 0511 374283
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