Gesundheitspraktikerin BFG in der DGAM

Als Gesundheitspraktikerin BfG für:

Entspannung & Vitalität

Persönlichkeitsbildung

Meditationslehrerin

habe ich 3 Ausbildungen der DGAM absolviert.

Gesundheitspraxis BfG

Ein gesunder Beruf für eine gesunde Zukunft.

Alternative oder Ergänzung zur Heilpraxis.

Gesundheit heilt.

Gesundheitspraktiker/innenBfG arbeiten

  • In eigener Praxis – haupt- oder nebenberuflich
  • Mit allen Menschen, die Gesundheit erleben und lernen wollen auch mit medizinisch kranken Menschen
  • In der Einzelanwendung oder in Gruppen
  • Gute Zusammenarbeit ist mit allen Heil- und Gesundheitsberufen möglich

Sie können Methoden aus Bereichen der Selbsterfahrung, der Achtsamkeitsschulung und Meditation, der Entspannungstechniken, der Naturheilkunde und humanistischen Therapie nutzen.

Berufsrecht und Berufspraxis

Berufsperspektiven im alternativen Gesundheitsbereich

von Gerhard Tiemeyer, DGAM Ausbildungsleiter, Berater im DGAM Servicebüro.

1. Überblick

Viele spüren in sich den Wunsch, helfend und fördernd mit anderen Menschen zusammenarbeiten zu wollen. Eigene positive Erfahrungen mit einzelnen Methoden wirken oftmals wie ein Wegweiser zu alten Begabungen und neuen Möglichkeiten. Für diejenigen, die sich auf den Weg machen wollen oder die bereits erste Ausbildungen machen, werde ich eine erste Orientierung anbieten, um dann auf einzelne Möglichkeiten genauer einzugehen.

Bei der Wahl von Ausbildungen ist nach meiner Beratungserfahrung von grundlegender Bedeutung, eine Vision für die konkrete Praxis zu gewinnen. Für diese Praxis sind weniger die einzelnen Methoden relevant, als vielmehr das, was man mit ihnen machen kann. Einzelne Methoden wie zum Beispiel Reiki, Healing Touch, Shiatsu, Bachblüten, Kinesiologie, Meditationstechniken usw. sind Medien und Arbeitsmittel für die Arbeit mit Menschen. Manche Methoden treten äußerlich zwar wie eigenständige Berufe auf, doch sollte dieses Auftreten Sie eher skeptisch stimmen. Für eine erfolgreiche Praxis ist auf Dauer eine innere Berufsidentität von Bedeutung, in der dann verschiedene Methoden angewendet werden können. Um die Richtung der Arbeitsperspektive für sich zu erkennen, sollten Sie Ihre persönliche Vision ausmalen:

  • Wenn Ihre Vision dahingeht, Menschen Entspannung, Vitalität und ein allgemeines kräftigendes Wohlbefinden zu vermitteln, dann werden Sie im offenen Bereich der allgemeinen Gesundheitsförderung oder des Wellnes arbeiten.
  • Wenn Sie ein eher pädagogisches Interesse haben, wenn Sie gerne Menschen für neue Erfahrungen begeistern und im Erleben neuer Möglichkeiten anleiten wollen, dann ist Ihre Perspektive die Arbeit im Bereich Gesundheitsbildung, Persönlichkeitsbildung und Selbsterfahrung.

Diese beiden Bereiche kann jedermann frei und ohne umfangreiche gesetzliche Einschränkungen anbieten.

  • Wenn Sie sich für Krankheiten interessieren und wenn Sie Menschen in Bezug auf Leiden, Schmerzen oder Störungen, zu denen auch Disharmonien und Inbalancen gehören, behandelnd helfen möchten, so werden Sie Heilpraktiker oder Heilpraktiker für Psychotherapie als Berufsperspektive aufbauen.

Das Heilpraktikergesetz wird im psychotherapeutischen und im heilkundlichen Bereich in der BRD sehr eng ausgelegt. Das bedeutet, auch das Behandeln von Blockaden, das Lösen und Aufheben von Störungen, das Lindern von körperlichen Schmerzen und das gezielte Fördern der Selbstheilungskräfte ist im Prinzip an ein Bestehen der Heilpraktikerprüfung gebunden.

Seit dem letzten Jahr gibt es durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes einen neuen Berufsbereich: den der Geistheiler. Wer mit religiösen oder spirituellen Methoden in einer bestimmten Weise arbeitet, insbesondere, wenn er immer in der gleichen Weise und grundsätzlich ohne diagnostische Gespräche tätig ist, kann dies ohne weitere Erlaubnis tun.

Rechtlich betrachtet gibt es also neben den staatlichen Heilhilfsberufen wie Physiotherapeut usw. vier Berufsfelder, die deutlich voneinander unterschieden sind:

Praktiker im Bereich Entspannung , Fitness, Wellness und Kosmetik

Pädagogen für Beratung, Persönlichkeitsbildung und Selbsterfahrung

Heilpraktiker und Heilpraktiker für Psychotherapie

Geistheiler

Sehr viele alte und neue Methoden aus der Naturheilkunde, aus der humanistischen Therapie, der Energiearbeit, der Meditation usw. können je nach Akzentsetzung in jeweils verschiedenen Praxisbereichen angewendet werden. Dies ist ein weiterer Grund, warum Sie bei der Wahl Ihrer Aus- und Weiterbildungen weniger auf die Methoden, als mehr auf den Anwendungsbereich schauen sollten. Gute Ausbildungsangebote informieren genau über die rechtlichen Bedingungen für die Praxis und bereiten auf unterschiedliche Formen der Anwendung vor.

Wenn Ausbildungen praxisrelevant sein wollen, so sollten sie immer auch Unterricht in der Gesprächsführung enthalten, der konkret auf die Anwendungsziele bezogen ist. Ansonsten riskiert man, eine Methode zwar im Kreis der Ausbildungspartner und im Kreis der Bekannten anwenden zu können, aber im Kontakt mit normalen Menschen immer eher zusätzliche Probleme zu bekommen.

Formal sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass Ausbildungsträger faire Informations- und Kontaktmöglichkeiten anbieten, bevor man mit Ausbildungen beginnt. Bewährt haben sich auch kleinere Modulangebote, die man sich nach eigenen Interessen zusammenstellt.

Anbieter sind gesetzlich verpflichtet, bei Kurs- und Ausbildungsangeboten alle Nebenkosten zu erwähnen. Wenn also zu einer Ausbildung Einzelstunden oder umfangreiche Literatur oder Prüfungsseminare gehören, dann muß dies vorher mitgeteilt werden.

 

2. GesundheitspraktikerIn für Entspannung und Vitalität; WellnesstrainerIn

Gesundheit beginnt mit Genießen

Diese alte Weisheit ist mittlerweile durch modernste Forschung belegt worden. Glücklich zu sein, kann man lernen wie eine Fremdsprache und die Glücksformel hierfür heißt: Genießen – nicht immer, aber immer öfter. Menschen, die genießen können, sind nachweislich seltener krank, gesunden schneller, nach Krankheiten oder Unfällen, sind sozial ausgeglichener und sie lernen besser als Menschen, deren Hauptwort ‚ich muss’ ist. Der Boom von Entspannungs- und Wellnessangeboten ist insofern Zeichen einer guten Gegenbewegung zum Leistungsstreß: Sich ‚Wohlsein’ (Wellness) zu gönnen, ist die beste Gesundheitsvorsorge, die es gibt.

Die beruflichen Möglichkeiten im weiten Feld der Wellnessbewegung sind kaum zu überblicken. Ebenso die Angebote an Ausbildungen, an Zertifizierungen und Gütesiegeln, die inzwischen den Markt durchziehen.

Wenn Sie sich für eine Arbeit im Wellnessbereich interessieren, so sollten Sie zu allererst danach schauen und nachspüren, welche Art von Praxis Sie selbst begeistert. Denn Ihr Erfolg wird weniger von Ihren Sachargumenten abhängen, als viel mehr von Ihrer eigenen Begeisterung und Lebensfreude.

Praxisformen sind zum Beispiel: Körperliche Entspannung durch Massagen, zusätzlich eventuell Aktivierung des Meridiansystems durch Methoden aus der TCM durch Reflexzonenarbeit u.v.a.. Energetisches Arbeiten über Reiki oder andere energetischer Entspannungswege; mentale Methoden, die über die Sprache und Vorstellungsvermögen wirken. Hierzu gehören Selbstveränderungstechniken (positives Denken) und auch Übungsformen wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung; Sanfte, genussvolle Sportarten sind ein weiterer Weg; Selbstverständlich bildet auch das Anwenden von Geräten aus dem Fittness- und Beautybereich oder Methoden aus der Farb-. Musik- , Aromatherapie usw. gute Anwendungsmöglichkeiten.

Viele Angebote und Ausbildungen integrieren auch Ernährungsberatung und medizinische Themen. Wenn in den Angeboten die Vor-Sorge, das Vor-Beugen und eine Art drohendes oder auf Probleme gerichtetes Auftreten verbunden ist, dann wird allerdings der eigentliche Kern und Sinn der Wellnessbewegung verfehlt. Für die Berufswahl sollte man dann überprüfen, ob ein Heilberuf hier nicht sinnvoller ist.

Juristisch sind alle Angebote und Praktiken, die klar und deutlich die Entspannung und das Wellnesserleben zum Ziel haben, erlaubnisfrei. Es gibt keine notwendigen Nachweise oder Überprüfungen. Sobald allerdings die Angebote mit Bezug auf Leid- oder Schmerzminderung, gezielte Krankheitsvorbeugung, Krankheitslinderung oder zum Beispiel energetischer Heilung verbunden sind, hört der rechtliche Freiheitsbereich auf.

In der Praxis empfiehlt es sich, nach und nach ein immer umfangreicheres Methodenrepertoire zu beherrschen, das auch Gruppenleitung einschließt. Man kann und sollte bereits mit relativ kurzen Ausbildungen in die Praxis gehen. Denn beim Vermitteln von Entspannung und Genießen ist die Praxis weit wichtiger, als Technik und Theorie. Bei der Wahl von Ausbildungsangeboten sollten Sie darauf achten, daß Ihr Lernen – und die Verträge – in kleinen Abschnitten erfolgt und daß viel Üben und Praxis enthalten ist. Wellness ist übrigens keineswegs ‚einfach nur Entspannung’, Nichtstun und Konsum. Die Kunst des Genießens und der guten Entspannung besteht darin, die optimale positive Herausforderung für Körper, Geist und Seele zu finden. Weil diese optimale Balance von Fordern und Fördern immer individuell ist und sich immer erst in einem Erlebnisprozess zeigt, müssen Aus- und Weiterbildungen genau diesen Aspekt berücksichtigen.

Die Deutsche Gesellschaft für Alternative Medizin bietet mit dem Berufsbild ‚Gesundheitspraktiker für Entspannung und Vitalität’ Aus- und Weiterbildungen an, die in kleinen Schritten Praxisfähigkeit aufbaut und die auch mit anderen Aus- und Weiterbildungen kombinierbar ist. Im Berufsverband der Gesundheitspraktiker (BfG) sind bundesweit Praktiker/innen und Ausbilder/innen engagiert, die methodenübergreifend nach dem Leitprinzip: Gesundheit durch Genießen’ arbeiten.

  • Die Berufsaussichten für diesen Bereich sind optimal. Der Markt wächst, weil immer mehr Menschen für sich spüren, daß sie der Leistungsgesellschaft eine persönliche Alternative zur Seite stellen wollen. Sich etwas Gutes zu Gönnen, sich wohl zu fühlen, sich ein Auszeit zu nehmen – sich berühren und verwöhnen zu lassen, ohne dass dies mit etwas anderem als einfachem, positivem Genießen verbunden ist.

Vorsicht ist geboten, wenn Wellnessangebote überwiegend aus Produktverkauf besteht. Um in diesem Markt erfolgreich zu sein, bedarf es einer inneren Motivation als Händler.

Man sollte sich auch sehr klar darüber sein, daß dieser Marktbereich privat finanziert wird. Die Kassenförderungen werden immer auf medizinische Interessen gerichtet sein und immer mehr entsprechende Qualifikationen erfordern. Anstellungen in Wellnesshotells oder anderen Einrichtungen sind möglich, dochsollte man dies als Ziel nicht in den Mittelpunkt stellen.

 

3. Lehrer/in für Persönlichkeitsbildung und Selbsterfahrung

Wenn Sie eine der vielen alternativen Szenezeitungen aufschlagen und die Kleinanzeigen durchgehen, so scheint dieser Bereich sehr verbreitet zu sein. Nach meiner Erfahrung ist dies ein Irrtum. Sehr viele Angebote, die das Lösen von Problemen vermitteln wollen, die Selbstveränderung oder sogar Glücklichwerden anbieten, sind juristisch gesehen eher in den Heilbereichen angesiedelt, ohne dies deutlich zu machen. Man riskiert einfach Abmahnungen oder wiegt sich in Unkenntnis. Der freie pädagogische Bereich besteht aus einer klaren Arbeitsbeziehung zu den Klienten. Es wird Unterricht angeboten und/oder ein Begleiten im Lernen neuer Fähigkeiten. Der Blick ist hierbei immer nach vorne gerichtet. Das Lösen von alten Mustern, von Blockaden oder Problemen darf nicht im Mittelpunkt stehen. Anbieter im Bereich der Selbsterfahrung und der Persönlichkeitsbildung (dazu gehören auch alle Trainer und Coachinpraktiker) gehen immer von einem belastbaren, psychisch stabilem Klienten aus.

Die innere Motivation für diese Berufsrichtung ist weniger ein ‚Helfen’ oder ein ‚Heilen’ wollen, sondern ein Begleiten- und Führen Wollen.

Sehr viele Methoden aus den therapeutischen Bereichen eignen sich für dieses Praxisfeld. Ebenso selbstverständlich alle kreativen Methoden. Im Mittelpunkt wird immer die Gesprächskompetenz stehen, denn in der Bildung geht es um das Vermitteln von sinnlichen Erfahrungen und Verstehen und diese Verbindung wird über sprachliche Kommunikation hergestellt.

Insbesondere für den kreativen Trainingsbereich und für die offene, lösungsorientierte Lebensberatung sind die Praxisperspektiven zur Zeit noch immer expandierend.

Für eine Aus- und Weiterbildung sollte man sich sehr viel Zeit nehmen und die Entwicklung langsam angehen lassen. Ausbildungen, bei denen nur eine Methode unterrichtet wird, sollten sehr kurz sein. Sie sind wie kleine Module zu betrachten, von denen man möglichst viele kennen lernt, um letztendlich die eigene Mixtur zu erarbeiten. Lange Ausbildungsangebote sollten immer mehrere Methoden enthalten und unbedingt ein intensives Kommunikationstraining enthalten.

 

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